Der Baobab und seine natürliche Umgebung

Der Baobab (lat.: Adansonia digitata), auch als Afrikanischer Affenbrotbaum bezeichnet, ist ein afrikanisches Malvengewächs. Er ist einer der bekanntesten Bäume des Kontinents und das wohl eindrucksvollste Symbol der Savanne. Er ist zudem Bestandteil des senegalesischen Staatswappens.
Lebensraum des Baobabs ist

  • ganz Afrika südlich der Savanne
  • Australien
  • Madagaskar

Der Afrikanische Affenbrotbaum kann in verschiedensten Regionen, wie in Savannen, an Küsten und auf Bergen jenseits der 1500 Meter, wachsen. Entsprechend der regionalen Besonderheiten unterscheidet sich das Erscheinungsbild des Baobab teilweise deutlich. Die Lebensdauer dieses Baums wird teilweise mit bis zu 2000 Jahren angegeben.

Markante Optik des Symbols der Savanne

Besonders markant ist der breite und nicht allzu hohe Stamm des Baobab. Ein Durchmesser des Stammes von über zehn Metern ist keine Seltenheit. Die Rinde des Afrikanischen Affenbrotbaums ist glatt und grau bis graubraun gefärbt. Sein Holz ist fasern und kann große Mengen Wasser speichern. Die Blätter des Baobab haben einen Durchmesser von etwa zwanzig Zentimetern. Mit nur etwa 24 Stunden ist die Blütezeit des Baums sehr kurz und es ist eine Besonderheit, ihn mit Blüten zu sehen. Ein ausgewachsener Baobab kann mit seiner ausladenden Krone über zwanzig Meter hoch werden.

Der Baobab als wichtige Nutzpflanze für Mensch und Tier

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affenbrotbaum-afrikaBesonders in Afrika dient der Afrikanische Affenbrotbaum als wichtige Nutzpflanze. Heimische Tiere ernähren sich neben den Blättern und Blüten besonders von den Früchten des Baums. Vor allem das weiße Fruchtfleisch wird verzehrt und ist aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts sehr gesund. Auch die afrikanische Bevölkerung hat vielfältige Verwendungsmöglichkeiten für den Baobab. Neben Nahrung und Kleidung gewinnen die Menschen vorwiegend Medikamente aus den einzelnen Bestandteilen des Afrikanischen Affenbrotbaums. Gegen Malaria, Asthma oder Infektionen sind Frucht, Samen und Blätter des Baobab besonders wirksam.

Wegen der regenerativen Wirkung enthalten Hautpflegeprodukte häufig Inhaltsstoffe, die aus dem Baum gewonnen werden. In einigen Regionen Afrikas ist der Baobab auch heute noch eine wichtige Trinkwasserquelle.

Einer der prägenden und typischen Bäume der trockenen, afrikanischen Savannen ist der Baobab Baum, der Affenbrotbaum. Seine unverwechselbare dunkle Silhouette, gebildet aus dem massiven Stamm und den zart gezeichneten Verästelungen der Krone, ist auch uns Europäern durch viele Aufnahmen vertraut.

Den überproportional breiten und zerfurchten Stamm bedeckt eine ungewöhnlich dicke Rinde von bis zu 15 Zentimetern. Das schützt ihn vor schwerwiegenden Schäden bei kleineren Buschbränden und bewahrt ihn vor dem Verbiss durch Großtiere. Allein die Elefanten sind dazu in der Lage ihm Verletzungen zuzufügen. Mit ihren Stoßzähnen durchbohren sie seinen Schutzschild, um an die feuchten Fasern im Bauminneren zu gelangen. In Zeiten der Trockenheit sichert ihnen der Baobab durch seine Wasservorräte das Überleben.

Der Baobab als Symbol afrikanischer Kultur

Der Laubbaum mit seinem charakteristisch dickem Stamm und seinem hellen, fein ziselierten Blattwerk ist umrankt von Märchen und Legenden. Eine von ihnen erzählt, dass ein Teufel ihn verkehrt herum in die Erde gepflanzt hat. Das erklärt, warum seine unbelaubte Krone an ein vielfach verzweigtes Wurzelgeflecht erinnert. Eine andere berichtet davon, dass der Baobab der schönste aller Bäume sein wollte, um die Götter zu beeindrucken. Als ihm das nicht gelingen konnte, versteckte er sich verschämt in der Erde und reckte seine Wurzeln in den Himmel.

Seit Jahrhunderten ist der Affenbrotbaum ein fester Bestandteil der afrikanischen Mythologie. Sie verehrt ihn als Wohnsitz von Göttern und Geistern und preist seine Heilkraft ihn unzähligen Geschichten.

Der Baobab als Lebensmittel und Nahrungsergänzung

Für die Menschen in Afrika ist der Baobab ein unverzichtbarer Teil ihres täglichen Lebens. Alles, was er schenkt, wird von ihnen genutzt und verarbeitet. Aus seinen Fasern werden Schnüre, Seile und Körbe produziert. Aus Teilen der Wurzel wird Klebstoff und aus der Asche seines Holzes Seife hergestellt.

Von entscheidender Bedeutung ist jedoch seine Verwendung bei der Behandlung von Krankheiten und der Gesundheitspflege. Die afrikanische Volksmedizin setzt die Wirkstoffe der Früchte als Heilmittel bei Infektionen ein. Die Blätter werden bei der Behandlung von Durchfällen und Darmentzündungen genutzt. – Seine Früchte gelten als hilfreich bei Zahnschmerzen und Herzproblemen.

Als Nahrungsmittel ist seine Verwendung ähnlich vielfältig.

Das Fruchtfleisch ist ungewöhnlich reich an Vitamin C und B. Zusätzlich gilt es als ergiebiger Kalziumlieferant, der Gehalt ist mehr als doppelt so hoch wie bei Kuhmilch. Die Früchte werden zu einem säuerlichen Saft verarbeitet, zu Bier vergoren und als Grundlage der Bonbonherstellung verwendet. In getrockneten Zustand sind sie ein viel genutztes Dickungsmittel. Die Blätter werden als Gemüse geschätzt und bilden die Grundlage der nigerianischen Nationalspeise Kuka, die mit einer Spinatsuppe zu vergleichen ist.